Bericht zur Lehrerausbildung Informatik

StD Ludger Humbert

begonnen: 31. Januar 2000
letzte Änderungen: Mar 6, 2000

Vorbereitend für das Treffen in Königstein 2000 stelle ich

1  Zur Informatiklehrerinnenausbildung

Die Informatiklehrerinnenausbildung hat - quantitativ - keine große Bedeutung in der bundesdeutschen Lehrerinnenausbildung.

Der entscheidende Grund ist m. E. darin zu sehen, dass Informatik an keiner Stelle der allgemeinbildenden Schulausbildung verpflichtender Bestandteil ist.

1.1  Zur ersten Phase der Lehrerinnenausbildung

Allerdings gibt es dennoch einige Hochschulen, an denen

Mit ausgesprochen guten Abnahmebedingungen (in Nordrhein-Westfalen können regelmäßig nicht alle schulscharfen Stellen für Informatiklehrerinnen besetzt werden) existiert für Studierende des Lehramts Informatik eine rosige Zukunft - dies unterscheidet sie von den meisten der anderen Lehramtsstudentinnen. Trotz dieser positiven Rahmenbedingungen studieren effektiv recht wenige Personen mit dem Ziel Informatiklehrerin.

Inzwischen (Februar 2000) konnte mit einem Vorschlag zur inhaltlichen Gliederung der Didaktik der Informatik im Rahmen der Lehrerprüfungsordnung in Nordrhein-Westfalen unter den beteiligten Ausbildungsinstitutionen (Fachbereiche If: Uni Paderborn, Uni Dortmund, Uni Duisburg, Uni Münster; Fachseminare If: Studienseminar Hamm, Studienseminar Mönchengladbach, Bezirksregierung: Düsseldorf, ...) im Rahmen einer vom Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung eingesetzten Kommission ein Konsens zur Strukturierung der Didaktikinhalte im Lehramtsstudium gefunden werden:  .

1.2  Zur zweiten Phase der Informatiklehrerinnenausbildung

In der zweiten Phase der Lehrerausbildung in den Studienseminaren ist mir aus anderen Bundesländern bekannt, dass die Zahlen der Studienreferendarinnen ebenfalls sehr niedrig sind, so dass teilweise Informatikfachseminare nur auf dem Papier (Baden-Würrtemberg) bestehen, weil es keine Referendarinnen mit diesem Fach gibt (weil an den regionalen Universitäten keine ausgebildet werden [können?]).

Im Zusammenhang mit dem Rahmenkonzept für die staatlich reglementierte Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen wurde eine Auswahl der für die zweite Ausbildungsphase wesentlichen Lehrerfunktionen expliziert: Unterrichten, Erziehen, Beraten, Beurteilen, Innovieren [1], Organisieren (siehe [5]). Allerdings wird in [5] für die Fachseminare Informatik eine Fokussierung der zweiten Phase der Lehrerausbildung auf die Funktionen des Erziehens und Innovierens gefordert.

Für die Ausbildung von Informatiklehrerinnen in der zweiten Ausbildungsphase liegt ein für die Ausbildung von Informaitklehrerinnen für die Sekundarstufe II (in NRW) ein Ausbildungsrahmenplan vor. [5]

2  Stand und Umfang des Einsatzes von Informatiklehrern [in Nordrhein-Westfalen]

Die Entwicklung der Informatiklehrerzahlen macht deutlich, dass mit steigender Gesamtzahl der Lehrer der Anteil der Lehrerinnen steigt (siehe Tabelle 1, Seite pageref).

Die Tabellen 2 Anzahl [Informatik-] Lehrerinnen in Nordrhein-Westfalen, S. pageref und 3 Anzahl der Informatiklehrer und -lehrerinnen nach Bundesland (Sek I und Sek II), S. pageref sollten für alle Bundesländer ergänzt werden.

Zur Informatiklehrerschaft

Table 1: Entwicklung der Informatiklehrerzahlen in den letzten Jahren - und Anteil der Informatiklehrerinnen (Quelle: Antwort des LDS vom 10. Februar 2000 auf eine Anfrage)
SchulformHauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Summe
SchuljahrAnzahlw (%)Anzahlw (%)Anzahlw (%)Anzahlw (%)Anzahlw (%)
1995/1996106016.4101426.453916.315788.1419115.7
1996/1997
1997/1998
1998/1999135018.74123025.9374118.4916948.38501516.97
1999/2000139919.30133326.8682919.9016788.70523917.92

Table 2: Anzahl Informatiklehrerinnen in Nordrhein-Westfalen [im Schuljahr 1995/96] (aufgegliedert nach Schulformen) [8] im Vergleich zu anderen Fächern
SchulformHauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium
Fachmww(%)mww(%)mww(%)mww(%)Summew(%)%
Informatik88617416,4274626826,434518816,3314501288,11419115,705
Kunst1737400469,74562169975,14610161072,521013144458,771267915
Physik284055316,30131449327,2894524720,72250442614,54932211
Mathematik5530364739,742060210050,482369185843,964638191829,262412029
Gesamtzahl96211003451,055722941362,196721741052,44206711420940,748380149,00100

 
Lehrerzahlen in den allgemeinbildenden Schulen mit Sekundarstufe I [Quelle LDS, 10. Februar 2000]
 

SchulformHauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Summe
SchuljahrAnzahl%IF (%)Anzahl%IF (%)Anzahl%IF (%)Anzahl%IF (%)
1995/19961965523,45,41513518,16,71413116,93,83488041,64,583801
1996/19971987323,21556518,11696517,43543541,385838
1997/19981993423,21604818,71530417,83529141,186577
1998/19991976822,56,81632118,67,51576918,04,73584740,94,787705
1999/20001978621,97,01705018,87,81650418,25,03721441,14,590552

Auf den ersten Blick gibt es eine enge Korrelation der Anteile der Lehrerinnen mit der Anzahl der Schüler im Fach Informatik in der Differnezierungsstufe (9. und 10. Jahrgang) wie sich aus dem Vergleich der Tabelle 1, Seite pageref mit der Tabelle 7, Seite pageref ergibt:

SchulformLehrerinnnenanteil (%)Informatikschüleranteil (%) Sek I
Hauptschule19,3020,2
Realschule26,8632,4
Gesamtschule19,9025,2
Gymnasium 8,7025,1

Dies ist aber eine Fehleinschätzung, da i. d. R. durch die Kurszahl (Angebot von einem Informatikkurs im Wahlbereich des 9. und 10. Jahrgangs) der Anteil der Schüler festgelegt wird, die Informatikkurse wählen können. Dies zeigt sich bei dem über die letzten Jahre stabilen Anteil der Schüler, die Informatik wählen (dürfen, denn der Bedarf ist höher, wie die Nachfrage nach Informatiklehrerinnen zeigt).

Da Informatik nicht als (Pflicht-)Fach in der Schule verankert ist, rekrutiert sich die Informatiklehrerschaft2 fast vollständig aus Autodidakten, die keine Fachlehrerausbildung erhalten haben, sondern vor ca. 20 Jahren in großer Zahl und unter erheblichen persönlichen Aufwändungen Kenntnisse für die Durchführung konkreten Informatikunterrichts erworben haben.3

So wird in Nordrhein-Westfalen 1991 festgestellt:

,, [...] Dies schließt indessen nicht die Feststellung aus, daß nach wie vor gravierende Probleme der Fachlehrer bei der Umsetzung der Richtlinien fortbestehen, die durch fachliche Defizite begründet sind, [...] Angebot zur Weiterbildung mit dem Ziel des Erwerbs der Lehrbefähigung für das Fach Informatik behoben werden können.`` [2]

Allerdings zeigt die Zahl der auf Ergänzungprüfungen hin Studierenden, dass es immer noch eine größere Zahl von Lehrerinnen gibt, die sich nach ihrem 2. Staatsexamen für Informatik als zusätzliches Fach entscheiden (vermutlich, um dadurch einen Arbeitsplatz in der Schule zu erhalten). Einige Zahlen dazu finden sich in der Tabelle 4, Seite pageref.

Table 3: Anzahl der Informatiklehrer und -lehrerinnen nach Bundesland (Sek I und Sek II)
BundeslandZeitpunktwGesamtzahl (m+w)Quelle
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen1999/20009395239LDS
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
å Deutschland

3  Zur Ausbildung von Informatiklehrern

Mir sind folgende Zahlen zur Informatiklehrerausbildung (Erstausbildung) bekannt:

Table 4: Ausbildung an der Universität. Wieviel Studierende sind für den Lehramtsstudiengang Informatik eingeschrieben?
NameZeitpunktS IS IIS I+S IIS II bQuelle
Uni/GH DuisburgWS 1999/20001
Uni MünsterWS 1999/2000-102 (+ 92 × EP)-2
Uni/GH PaderbornWS 1999/2000-60-3
Uni DortmundWS 1999/2000-82-4
å Nordrhein-WestfalenWS 1997/1998 168 (173 SoSe 1998) 75
TU MünchenWS 1999/200050306
Uni PotsdamWS 1999/20005 (1 ×S I/P)225 + 5 ×EP 7
Uni FrankfurtWS 1999/20008

Anmerkungen: EP bedeutet Erweiterungsprüfung
1) Anfrage an W. Luther
2) Antwort von A. Clausing; http://www.uni-muenster.de/Rektorat/Statistik/stg_992/10-0079.htm

3) Antwort von J. Magenheim
4) Uni Dortmund: Frau Koßmann (Dekanat Informatik): http://zuse.informatik.uni-dortmund.de/bilder/Folien/seite6.htm
5) LDS-Telefonate
6) Schätzwert von P. Hubwieser
7) Antwort von A. Schwill
8) Anfrage an Heusser@lehrer1.rz.uni-karlsruhe.de

Table 5: Ausbildung an der Universität. Wieviel Studierende schlossen den Lehramtsstudiengang Informatik ab? Studienjahr1998 = Wintersemester 1997/1998 + Sommersemester 1998
BundeslandZeitpunktS IS IIS I+S IIS II b å Quelle
Bayernaktuell1020?Hubwieser
Brandenburgaktuell--2-3 Schwill
Nordrhein-WestfalenPrüfungsjahr1998-317-7 200LDS

Anmerkungen:
Summe NW: inkl. Prim, Sonder.
Quellen: Schätzwerte von P. Hubwieser A. Schwill (Mails im Februar 2000)
LDS nach Mail und Telefonat mit Herrn Heinrichs -3707 -11. Februar 2000

Table 6: Ausbildung im Studienseminar. Wieviele Referendarinnen werden im Februar 2000 ausgebildet?
Name/OrtZeitpunkt/ZyklusS IS IIS I+S IIS II bQuelle
Mönchengladbach(2000?)--2-K. Klein
Hamm (1999)-22 (8)-L. Humbert
Dortmund (2000)2-4-E. Hahlweg
Paderborn (2000)--3 (8)-T. Freye
Bielefeld (????)--1-(Grigoleit)
Detmold (1999)--5-L. Carl
å20002216-
2000 å å 20

 
Anmerkungen zu den Quellen:
die Informationen wurden per Mail Anfang Februar 2000 angefragt - in Klammern steht die Anzahl des vorherigen Durchgangs
hn340kl@unidui.uni-duisburg.de (Karin Klein)
humbert@semsek2.ham.nw.schule.de (Ludger Humbert)
Ebbo.Annette@t-online.de (Ebbo Hahlweg)
Freye@t-online.de (Thomas Freye)
Grigoleit (via L. Carl)
Lothar@t-online.de (Lothar Carl)

Nach meinen Informationen erhalten zur Zeit in Nordrhein-Westfalen pro Jahr zwischen zehn und 20 Referendarinnen das zweite Staatsexamen (für die Sekundarstufe II) mit sinkender Tendenz. In der Regel wird Informatik mit Mathematik kombiniert. Typischerweise wird das erste Staatsexamen für die Sekundarstufe II um eine Ergängzungsprüfung für die Sekundarstufe I erweitert.

Dies wird in der zweiten Ausbildungsphase berücksichtigt, so dass diese Referendarinnen anschließend (sofern sie die zweite Staatsprüfung erfolgreich absolvieren) sowohl in der Sekundarstufe I wie auch in der Sekundarstufe II unterrichten ,,dürfen``.

In diesem Jahr wurde mir der erste Fall von zwei Referendarinnen zugetragen, die die erste Staatsprüfung nur für die Sekundarstufe I haben und damit einem Studienseminar für die Sekundarstufe I zugewiesen wurden. Da dies keinen Fachleiter für Informatik beschäftigt, wurden diese Referendarinnen für die Ausbildung in Informatik einem benachbarten Fachseminar für das Lehramt für die Sekundarstufe II zugeschlagen (es soll aber im letzten Durchgang bereits einen solchen Fall gegeben haben).

Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass (in Nordrhein-Westfalen) von den Realschulen ein großer Druck ausgeht, Informatiklehrer einstellen zu können (so waren im letzten Jahr bei den schulscharfen Ausschreibungen für Informatiklehrerinnen die Hälfte aller Stellen für die Sekundarstufe I ausgeschrieben). Sie konnten nicht besetzt werden, weil z. B. meine Referendarinnen alle Stellen für die Sekundarstufe II erhielten.

3.1  quantitative Entwicklung der Schulinformatik

Über die Zeit, in der Informatik als Fach in der gymnasialen Oberstufe etabliert werden konnte, kann inzwischen zusammenfassend berichtet werden, läßt sich doch auf eine über 25jährige Geschichte zurückblicken.

Allgemeine Schülerzahlen zur Orientierung

In der Bundesrepublik wurden im Februar 1998 ca. 10,1 Mio. Schülerinnen an allgemeinbildenden Schulen von ca. 790.000 Lehrerinnen unterrichtet.4

In Nordrhein-Westfalen wurden die 6.307 allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 1998/99 von 2,261 Mio. Schülerinnen besucht. Sie werden von 149.000 Lehrerinnen unterrichtet.
Die stärkste Gruppe der Schülerinnen bilden die 841.000 Grundschülerinnen (ca. 210.000 pro Jahrgang).
Gymnasien wurden von 530.000 (ca. 58.000 pro Jahrgang) Schülerinnen besucht,

Gesamtschulen wurden von 207.000 Schülerinnen besucht.
518.500 Schülerinnen besuchten im Schuljahr 1998/99 Berufskollegs.
Quelle: [4]

Informatikschülerinnen in der Sekundarstufe I

Es gibt keine für alle Schülerinnen verpflichtende informatische Bildung. Bis heute kann jede Schülerin eine allgemeinbildende Schule in der Bundesrepublik Deutschland verlassen, ohne je mit dem Fach Informatik in Kontakt gekommen zu sein. Die sogenannte Grundbildung Informatik findet nicht flächendeckend statt.

Allenfalls im kaum abschlussrelevanten Wahlbereich in der 9. und 10. Klasse allgemeinbildender Schulen der Sekundarstufe I existiert an vielen Schulen eine Wahlmöglichkeit, in der auch informatische Inhalte vermittelt werden. In den (nordrhein-westfälischen) Gymnasien werden diese Differenzierungskurse oft als sogenannte Kombikurse (z. B. Informatik/Mathematik oder Informatik/Chemie) realisiert.5
Für diesen Bereich liegen mir inzwischen die in der Tabelle 7, Seite pageref dokumentierten Zahlen vor.

Table 7: Schülerinnen in Informatikkursen im Differenzierungsbereich des 9. und 10. Jahrgangs

Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium
Schuljahr åIFIF% åIFIF% åIFIF% åIFIF%
1995/199612.61823.8499.91222.835
1996/199797.96990.73852.180109.727
1997/199896.29693.35154.457111.997
1998/199993.67317.61418,894.46530.81932,655.44213.57124,5110.87526.95924,3
1999/200091.02318.36520,294.95130.71932,456.05914.10125,2110.16727.66025,1

Leider liegen keine Angaben über die geschlechtsbezogene Verteilung in den Kursen in der Sekundarstufe I vor. Da aber nur an wenigen Schulen in diesem Bereich dafür Sorge getragen wird, dass Mädchen eine angemessene Chance bei der Verteilung der Plätze in diesen Kursen erhalten, ist davon auszugehen, dass der Anteil der Mädchen unterdurchschnittlich ist. Um dieser vermuteten Ungleichbehandlung zu begegnen, könnte über eine Quotierung der Plätze nachgedacht werden - auch könnten - bei Bedarf und in pädagogischer Verantwortung - zwei geschlechtshomogene Gruppen eingerichtet werden, ....

Informatikschülerinnen in der gymnasialen Oberstufe (Nordrhein-Westfalen) in den letzten Jahren

Festzustellen ist: die Schülerinnen, die in der 11. Jahrgangsstufe Informatik wählen, haben häufig kaum schulische Vorerfahrungen im Bereich der Informatik.

Die durch die Belegung von Informatik in der Oberstufe erzielbaren laufbahnbezogenen Vorteile für die Schülerinnen sind gleich Null. Die Schüler - vor allem aber die Schülerinnen - haben die Konsequenzen gezogen, wie aus den Tabellen 8a) und 8 b), S. pageref hervorgeht.

Table 8: Grundkurse Informatik in der gymnasialen Oberstufe a) am Gymnasium, b) an der Gesamtschule (Daten des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) in NRW, Quelle: [8] und LDS Februar 2000).

 

a) Informatikschüler in den Grundkursen Informatik in der gymnasialen Oberstufe am Gymnasium

SchuljahrJahrgang 11 Jahrgang 12 Jahrgang 13
åIFIF%MM% åIFIF%MM% åIFIF%MM%
1991/92242471021842,1563794716,8328036611,2
1992/93242681058643,65751110519,2283536713,0
1993/94 keine Zahlen vom LDS
1994/9515580531234,1396261015,4231327712,0
1995/9650.8651471228,9492233,5343755216,117361448,3
1996/9753.81848.68646.182
1997/9855.2391537927,8495932,351.52338147,460615,945.50217253,823013,4
1998/9956.4681554727,5498332,152.89344438,365814,847.69120944,423811,4
1999/0055.2721170121,2309126,454.02747768,879116,648.84822934,72289,9
2000/01

Die Gesamtzahl der Schüler in der Jahrgangsstufe 11 ist (lt. Hiltrud Westram) vom Schuljahr 1995/96 zum Schuljahr 1997/98 um 8,6 % gestiegen.
 
b) Informatikschüler in den Grundkursen Informatik in der gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule

Schuljahr Jahrgang 11 Jahrgang 12 Jahrgang 13
åIFIF%MM% åIFIF%MM% åIFIF%MM%
1991/92206890743,946211224,21992914,6
1992/932563108042,151214127,52103717,6
1993/94keine Zahlen vom LDS
1994/952834109238,553414527,21663320,0
1995/968.634295834,3120640,843611726,81642314,0
1996/9710.2637.9476.098
1997/9811.233340030,3142541,99.5487467,821629,06.7451662,54325,9
1998/9911.396353431,0146941,610.2397036,717925,57.9792433,05121,0
1999/0011.277256122,791535,710.3117557,321328,28.5712202,63515,9
2000/01

Die Gesamtzahl der Schüler in der Jahrgangsstufe 11 ist (lt. Hiltrud Westram) vom Schuljahr 1995/96 zum Schuljahr 1997/98 um 30,1 % gestiegen.

Aus den Daten wird deutlich:

Das Wahlverhalten der Schüler ist maßgeblich ein Ergebnis der konkreten [Beratungs-] Politik an der jeweiligen Schule. Nach meinen Erfahrungen in Gesprächen mit Schulleitungen ist oft unklar, wie ein Fach, mit dem keine Pflichtbindung abgedeckt werden kann, über organisatorische Maßnahmen und entsprechende Beratung, einen hohen Stellenwert in der gymnasialen Oberstufe erhalten kann.

Allerdings sollte dann von Seiten der Schule den Schülerinnen auf Grund der geltenden APO-GOst nur ein Wahlfach (nämlich Informatik) im elften Jahrgang angeboten werden.

4  Offene Fragen:
Kandidaten für Seminar-, Studien- und 1. Staatsarbeiten?

References

[1]
Deutscher Bildungsrat, editor. Empfehlungen der Bildungskommission. Stuttgart, 1970.

[2]
Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Schlußbericht über den modellversuch richtlinien und lehrpläne für die gymnasiale oberstufe im fach informatik als modell eriner flächendeckenden, praxisbezogenen und dialogorientierten lehrplanrealisierung und -revision, 1991. Reihe: Strukturförderung im Bildungswesen : Nr: 45.23.

[3]
Kultusministerkonferenz. Vereinbarung zur gestaltung der gymnasialen oberstufe in der sekundarstufe ii. http://www.kmk.org, Oktober 1999. Beschluss der KMK vom 7. Juli 1972 i. d. F. vom 22. Oktober 1999.

[4]
Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Nordrhein-Westfalen. Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen - Statistischer Jahresbericht 1998, 1999.

[5]
Jochen Leßmann and Karin Klein. Rahmenplan für das Fachseminar Informatik - Lehramt für die Sekundarstufe II. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 1993.

[6]
Statistisches Bundesamt Deutschland. Bildung und wissenschaft - hauptberufliche lehrer/lehrerinnen und hochschullehrer/hochschullehrerinnen. http://www.statistik-bund.de/jahrbuch/jahrtab51.htm, 1998.

[7]
Statistisches Bundesamt Deutschland. Bildung und wissenschaft - schüler/schülerinnen an allgemeinbildenden und beruflichen schulen sowie an schulen des gesundheitswesens. http://www.statistik-bund.de/jahrbuch/jahrtab48.htm, 1998.

[8]
Hiltrud Westram. Schule und das neue Medium Internet - nicht ohne Lehrerinnen und Schülerinnen! Universität Dortmund - Fachbereich Erziehungswissenschaften und Biologie, Januar 1999. Doktorarbeit http://eldorado.uni-dortmund.de:8080/FB12/inst3/forschung/1999/westram.

/texte/KOENIGSTEIN/BerichtLehrerAUSbildung.lyx, letzte Änderungen: Mar 6, 2000


Footnotes:

1 Paderborn, Potsdam, Dortmund, ?

2 In Nordrhein-Westfalen kommen zur Zeit pro Jahr weniger als 20 neue voll ausgebildete Informatiklehrerinnen hinzu.

3 Dabei waren die Ausbilder entweder keine Informatiklehrer oder keine Fachinformatiker. Hier ist das exklusive ,,oder`` gemeint. Die Qualität und die Anforderungen der Fortbildungen muß als sehr unterschiedlich bezeichnet werden. Entscheidender ist allerdings, dass es für diese Kolleginnen aus rechtlichen Gründen nicht die Notwendigkeit für die Durchführung spezieller schulpraktisch untersetzter Didaktikpraktikumsphasen gab.

4 Angaben nach [7] und [6].

5 ... um den Richtlinien zu entfliehen, die es für das Fach Informatik notwendig machen würden, berücksichtigt zu werden?

... um Schülerinnen zu gewinnen, die dann Chemie, Physik, Mathematik als Leistungskurs in der gymnasialen Oberstufe wählen?

Diese Äusserungen haben mir Referendarinnen mitgeteilt, die an ihrer Ausbildungsschule im Rahmen der Fachkonferenz Informatik nachfragten, warum nicht (Informatik-) richtlinienkonform unterrichtet wird.

6 darunter verstehe ich nur diejenigen, die im Lehramtsstudium Informatik mit beliebigem Zweitfach studiert haben und die zweite Ausbildungsphase in einem Studienseminar hinter sich gebracht haben.


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On 6 Mar 2000, 23:00.